Bild: Disney+
In der dritten Folge von Ahsoka sind die Titelheldin (Rosario Dawson) und ihre neue alte Schülerin Sabine Wren (Natasha Liu Bordizzo) ihrer Widersacherin Morgan Elsbeth (Diana Lee Inosanto) auf der Spur. Auf dem Weg nimmt Sabine ihr Jedi-Training wieder auf und der Droide Huyang (Stimme: David Tennant) macht es ihr nicht allzu leicht. Dennoch glaubt Ahsoka an ihre Schülerin. Derweil versucht Hera Syndulla (Mary Elizabeth Winstead) den Senat davon zu überzeugen, der Jedi zu helfen und eine Staffel zur Unterstützung anzuführen.
Über dem Planeten Seatos hat Morgan Elsbeth einen Hyperraumring gebaut, den Ahsoka und Sabine finden und dabei promt in eine kleine Raumschlacht geraten.
Jedi Training und Raumschlachten
Der Großteil der Episode dreht sich um die ersten Schritte, die Sabine bei ihrem Jedi-Training beschreitet. Dabei wird ihr, ähnlich wie Luke in Episode IV ein Helm mit heruntergeklapptem Schutzvisier gegeben. Nur hat sie wesentlich weniger Talent als der junge Held aus dem ersten Krieg der Sterne Film. Das liegt daran, dass die Macht in ihr nicht besonders stark ist. Wie der alte Architekturdroide Huyang bereits in der letzten Folge feststelle, ist sie die untalentierteste Schülerin, die er je gesehen hat – in über 1000 Jahren! Doch Ahsoka ist überzeugt, dass Talent lediglich ein Teil der Jedi-Ausbildung ist. Viel wichtiger sei Disziplin. Wenn ein solcher Satz von einer Figur kommt, die in ihren ersten Auftritten vor allem als junger Hitzkopf vorgestellt wurde, sollte das wohl etwas bedeuten. Das Gespräch zwischen ihr und Sabine zeigt, wie sehr sich die Jedi in den Jahren seit den Klonkriegen entwickelt hat.
Sabine dagegen wirkt, als wäre sie bereit, sich voll in die Arbeit zu stürzen, trotz fehlendem Talent. Dass sie frustriert über ihre Fehlschläge ist, ist nachvollziehbar. Erzähltechnisch ist es gut und wichtig, dass sie hier scheitert. Es ist sehr viel spannender zu sehen, wie ein Charakter ohne spezielle Begabung und ohne vorige Verbindung zur Macht die ersten Schritte geht und nur sehr langsam und sehr kleine Fortschritte macht. So wird es sich am Ende der Staffel hoffentlich verdient anfühlen, wenn Sabine etwas wichtiges erreicht.
Der andere große Teil der Folge ist die Ankunft auf Seatos und der Kampf mit sechs Jägern, angeführt von Shin Hati (Ivanna Sakhno) und Inquisitor Marrok (Paul Darnell). Diese ist spannend und wirklich gut gemacht. Das Star Wars Feeling kam meiner Meinung nach wirklich rüber und hat Spaß gemacht. Die Zusammenarbeit von Ahsoka und Sabine war eng und man kann den beiden ihre gemeinsamen Erfahrungen ansehen. Nachdem sie in den ersten beiden Episoden gebraucht haben, um sich zusammen zu raufen, ist das durchaus erfrischend. Ein besonderes Highlight fand statt, als Ahsokas Schiff schwer beschädigt wurde und in dem Hyperraumring festsaß. Ahsoka verließ das Schiff in einem Raumanzug und kämpfte mit ihren Laserschwertern gegen die einfliegenden Jäger. Das sah spektakulär aus und war dennoch nicht so übertrieben, dass es schon wieder unglaubhaft wurde. Besonders, als sie im luftleeren Raum hing und von Sabine mit einem Manöver wieder an Bord geholt werden musste. Erinnerungen an Episode VIII kamen bei mir auf, als Leia in einer ähnlichen Situation sich selbst half. Diesmal wirkte das Ganze durchaus glaubhafter.
Über die Beziehung zwischen Ahsoka und Sabine möchte ich noch zu sprechen kommen. Es hat mich gefreut zu sehen, dass Sabine Ahsoka als Meisterin völlig akzeptiert und ihr keine Widerworte gibt. Das zeugt davon, dass Sabine ein recht reifer Charakter ist, der lediglich hinterfragt, um zu verstehen, ohne in alter teenagermanier zu glauben, sie wisse es besser. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass die beiden Figuren die letzten beiden Folgen gebraucht haben, um sich überhaupt wieder auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Wut übereinander hinter sich zu bringen. Ich weiß nicht, ob ich es besser fände, wenn ihre früheren Konflikte noch einmal in der Serie aufkeimen und ihnen die Möglichkeit geben, als Charaktere zu wachsen, oder ob es der Geschichte zuträglicher ist, wenn sie das wirklich hinter sich gelassen haben, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen und ihr Ziel zu verfolgen. Wofür auch immer Dave Filoni als Showrunner sich entscheidet, ich hoffe einfach, es wird gut erzählt.
Fazit
Insgesamt eine gute Episode, die mir gefallen hat. Es wurde sich nicht allzu lange mit Nebensächlichkeiten aufgehalten. Die Trainingssequenz erschien mir als gutes Fundament, um die Charaktere weiter zu erzählen, der Kampf im Weltall war spannend und auch die Szene mit Hera und den Senatoren gibt sowohl Erklärung für die Abwesenheit wichtiger Unterstützung für die Jedi, als auch Grundlage für mehr Konflikte, die erforscht werden können. Und mit einer Laufzeit von ungefähr einer halben Stunde war die Folge auch nicht so lang. Ich darf gespannt sein, wie es nächste Woche weitergeht und hoffe, dass die Story dann weiter getrieben wird.

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